Bootsfahrt

Wie fährt ein Boot mit Spülmittel statt Motor?

Naturwissenschaftliche Alltagsphänomene wie das der Oberflächenspannung begegnen uns ein Leben lang - meist ohne dass wir es bemerken oder beachten. Umso interessanter für Jung und Alt sind darum Experimente mit Aha-Effekt - z. B. rund um ein Boot, das ohne Motor fährt.

Die Grundlage unseres Experiments: Kleinere Gegenstände schwimmen auf der Wasseroberfläche, statt unterzugehen. Denn die Oberflächenspannung des Wassers ist stark genug, um sie zu tragen. Das lässt sich ganz leicht an einer Büroklammer beweisen, die mühelos in einem Wasserglas treibt.
Aber nun zum eigentlichen Experiment. Aus buntem Kartonpapier basteln die fleißigen Forscher ein provisorisches Boot - etwa den groben Umriss (dreieckig) mit einer lustigen Fahne, die in die Mitte geklebt wird. Anschließend wird das kleine Kunstwerk ins Wasser gesetzt und schwimmt nun ruhig an der Oberfläche.
Für den eigentlichen Aha-Effekt bekommt ein Kind etwas Pril auf die Fingerspitze getropft und taucht den Finger anschließend hinter dem "Boot" ins Wasser.

Das Resultat:
Es saust nach vorne weg.

Die Erklärung:
Das Spülmittel verringert die Oberflächenspannung des Wassers. Dieses Ungleichgewicht zieht das "Boot" nach vorne.

Tipp: Für die zweite Runde sollte die Schüssel kurz mit Wasser ausgespült und frisches Wasser eingefüllt werden, um Spülmittelrückstände zu entfernen. Ansonsten kann sich keine Oberflächenspannung aufbauen und das Experiment scheitert.

Material:
• buntes Kartonpapier
• Schere
• Pritt Stift
• Fähnchen aus Pappe
• große saubere Schüssel mit Leitungswasser gefüllt
• Pril

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Gummibärchen-Klebstoff
Das Wärme-Experiment