Rund um den Herbst

Wenn die Blätter fallen...

Warum werden die Blätter im Herbst bunt?
Das Sonnenlicht setzt sich aus allen Farben des Regenbogens zusammen. Die meisten Pflanzen besitzen einen grünen Farbstoff in den Blättern (Chlorophyll), der den grünen Anteil des Sonnenlichtes reflektiert, so dass die Blätter grün leuchten. Die roten und blauen Anteile des Sonnenlichts werden für einen chemischen Vorgang (Photosynthese) aufgenommen, um damit die Nährstoffe für die Pflanzen zu produzieren.
Wenn das Sonnenlicht im Herbst weniger wird und die Bäume kaum Photosynthese betreiben können, bauen sie den grünen Farbstoff ab und stoppen den Verbrauch der bunten Lichtanteile. Diese werden jetzt reflektiert und die Blätter erscheinen gelb, orangefarben oder rot.

Warum fliegen Zugvögel im Winter weg?
Im Oktober ziehen unzählige Vogelschwärme in großen Formationen in Richtung Süden. Weltweit sind etwa 50 Milliarden Vögel zwischen ihren Sommer- und Winterquartieren unterwegs. Aus Nord- und Mitteleuropa machen sich rund 5 Milliarden von ihnen auf den Weg ans Mittelmeer, einige sogar bis nach Afrika.
Der Hintergrund: Sobald es in den nördlichen Sommerquartieren der Zugvögel kälter wird, sinkt auch ihr Nahrungsangebot. Sie finden keine Würmer und Insekten mehr und fliegen deshalb in den Süden, wo ein ausreichendes Angebot vorhanden ist.
Bei ihrem Weg rund um den Globus hält die Küstenseeschwalbe übrigens den Rekord: 40.000 Flugkilometer pro Jahr. Auf dem Hin- und Rückweg zwischen der Arktis, wo sie brütet, und ihrem Winterquartier in der Antarktis fliegt sie fast einmal um die Erde.

Warum ist es im Herbst oft neblig?
Im Herbst gibt es häufig schöne Tage, an denen die Sonne den Boden und die Luft noch kräftig aufheizt. In der folgenden Nacht kühlen Luft und Boden wieder ab. Der Boden ist ein schlechterer Wärmespeicher und gibt mehr Wärme ab als die Luft. Darum ist er kälter als die Luft.
Der kalte Boden kühlt nun die darüber liegende Luft ab, sodass die unteren Luftschichten kühler sind als die höheren. Da kalte Luft weniger Wasserdampf aufnehmen kann als warme, verflüssigt sich der überschüssige Wasserdampf. Die kleinen Tröpfchen sehen wir dann als Nebel.

Warum ist die Nase bei Schnupfen meistens verstopft?
Bei einem Schnupfen versucht unser Immunsystem die Schnupfenerreger zu bekämpfen: Die Blutgefäße der Nasenschleimhaut weiten sich, so dass mehr Sauerstoff aus dem Blut an die Entzündungsstelle gelangt. Dadurch schwillt die Nasenschleimhaut an und man hat das Gefühl, die Nase ist verstopft. Außerdem werden die Blutgefäße durchlässiger. So können Wasser und Abwehrzellen in das Schleimhautgewebe eindringen, um die Erkältungsviren zu bekämpfen.
Nachts ist die Nase besonders häufig zu, weil durch die waagerechte Lage im Bett mehr Blut in die Schleimhautgefäße gelangt, als tagsüber im Stehen oder Sitzen. Dadurch schwellen die Schleimhäute noch stärker an.
Erleichterung verschafft etwas Zeit an der frischen Luft. Durch die kühleren Temperaturen ziehen sich die Gefäße wieder zusammen, die Blutmenge wird geringer und die Schleimhaut schwillt ab. Endlich ist die Nase wieder frei.

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