Geschichten erzählen

Träumen, fühlen, bilden und bewegen

Ob Märchen, Erzählungen oder selbst erdachte Geschichten - Kinder sind schnell von den spannenden Handlungen gefesselt. Sie durchleben mit Begeisterung die Höhepunkte der Geschichten und ziehen indirekt wichtige Vorteile daraus. Denn auch die Weiterentwicklung von Wortschatz und Hörfähigkeit bis hin zu Konzentrations- und Sprachvermögen wird optimal unterstützt.

Eine Geschichte kann sich auf verschiedene Arten positiv auf die Entwicklung der Kinder auswirken - je nachdem wie sie strukturiert ist, welche Inhalte aufgegriffen und inwieweit die Zuhörer mit einbezogen werden.

Zur Verbesserung von Konzentration und Aktivität bietet die Bewegungsgeschichte eine ideale Mischung. Bei der Vorbereitung und Ausschmückung der Geschichte ist die Kreativität der Erzieherin/des Erziehers gefragt. So werden etwa bei einer Geschichte über Krokodile mehrere Inseln aus Kissen oder Matratzen aufgebaut bevor es losgeht. Immer wenn in der Geschichte dann das Wort "Krokodil" fällt, müssen sich die Kinder auf eine dieser "Inseln" retten. Eine Variation der Bewegungsgeschichte: Einige auffällige Gegenstände werden im Raum verteilt. Kommt einer in der Geschichte vor, darf ihn derjenige behalten, der ihn als erster in den Händen hält.

Fühlgeschichte | Bildungsgeschichte | Traumgeschichten

Um eine Stärkung der Sinneswahrnehmung geht es bei der Fühlgeschichte. Jeweils zu zweit sollen die Kinder die von der Erzieherin/dem Erzieher vorgetragene Geschichte am Rücken des anderen veranschaulichen. Beispiele, wie das umgesetzt werden könnte, helfen den Kindern später eigene Variationen zu entwickeln.

Bei der Wettermassage handelt die Geschichte z. B. von Regen (mit den Fingerspitzen auf den Rücken tippen), Sturm (in den Nacken pusten) und Donner (mit den Fäusten leicht auf den Rücken trommeln). Genauso gut lässt sich auf dem Rücken eine Geschichte über Tiere erzählen, die ihren unterschiedlichen Eigenarten nachgehen, um sich im Zoo die Zeit zu vertreiben. Etwa mit einer Schlange, die sich um einen Baum windet oder mit der flinken Ameise, die über den Hügel flitzt.

Übrigens

Das Erfinden eigener Geschichten ist übrigens leicht zu lernen. Michael Schnabel vom Staatsinstitut für Frühpädagogik in München verdeutlicht unter www.familienhandbuch.de sehr deutlich die einzelnen Schritte.

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