Kindergartengestaltung

von Nadine Augustat-Lehmann

Als wir für unseren Sohn einen Kindergarten suchten, war es für mich als Kinderraumdesignerin sehr wichtig, eine Elterninitiative zu finden, bei der ich mich und meine Ideen einbringen konnte. Die Kinderkiste in Dortmund war direkt begeistert und beauftragte mich mit der Gestaltung des Gruppenraums.
Ziel war es, den Gruppenraum in mehrere Bereiche zu gliedern:
• Einen Bereich für die unter Dreijährigen: Hierhin können sich die ganz Kleinen zurückziehen, um zur Ruhe zu kommen oder auch ausgelassen zu spielen.
• Einen Bereich für die über Dreijährigen: Dort können die Größeren ungestört basteln und bauen, ohne dass sie von den Kleinen gestört werden.
• Einen Mal- und Bastelbereich für alle zusammen
• Eine Leseecke

Ein großes Holzschiff in der Mitte des Raumes bestimmte das Thema der Umgestaltung: Strand und Meer.
Um den Raum zu gliedern, habe ich Raumteiler entworfen und bemalt. Der Bereich links vom Schiff als Unterwasserwelt für die Kleinen, der Bereich rechts vom Schiff als Strand für die Großen. Der Bastelbereich und die Leseecke mit großen Kissen für alle zusammen.

Die Großen können nun ungestört am Strand bauen. Die Kleinen liegen bequem in der Sinnesgrotte und beobachten die wechselnden Elemente über sich oder beschäftigen sich mit den selbst gebauten Spielelementen, die an die Wand angebracht wurden. Um alle Sinne anzuregen, gibt es Klang-Elemente am Schiff, einen Walspiegel, Bürstenfische, Lichteffekte, Tücher usw.
In den drei Wochen Sommerferien habe ich das Ganze mit viel Freude gebaut und bemalt. Ein Teil meiner Arbeit wurde bezahlt, den größten Teil allerdings habe ich als Eltern-Arbeitsstunden gemacht.
Ich finde es wichtig, dass sich Eltern aktiv an der Gestaltung des Kindergartens beteiligen können. So lassen sich für die eigenen und die nachfolgenden Kinder Räume mit Liebe schaffen und das Wohlgefühl aller Kinder steigern.
Ein schönes Projekt war auch der Immanuell Kindergarten, den ich als Kind selbst besucht habe. Die Spendenaufrufe des durch ein Hochwasser völlig zerstörten Kindergartens nahm ich zum Anlass, meine Ideen in Form einer Spende anzubieten. Ich entwickelte ein Konzept, das ich vorzeichnete und dann von den Eltern und Erzieher/innen ausmalen ließ.

Anhand von Vorlagen arbeiteten sich Eltern und Erzieher/innen jeweils mit einer Farbe von Bereich zu Bereich. So wurde ein gleichmäßiger Farbauftrag erreicht und das Resultat erscheint trotz mehrerer Maler einheitlich. Diese Form der Wandgestaltung biete ich nun Kindergärten an und so malen zum Beispiel auch die Eltern des Kindergartens Kinderland ihren Flur für die Kinder neu.

Anregungen für Ihre Kindergartengestaltung und persönlichen Kontakt finden Sie auf www.zimmerlein.net.


Bildergalerie


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